
Vizovice ist eine 4500 Einwohner zählende Stadt am Fuß des Vizovicer Berglandes und berühmt durch das Brennen von Sliwowitz Gebäck. Die erste schriftlichte Erwähnung des Ortes in der Grundungsurkunde des Zisterzienserklosters „Rosa Mariae“ stammt aus dem Jahr 1261. Das Kloster erlosch in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. An seiner Stelle wurde um 1570 ein Schloss errichtet, das bei einem radikalen Umbau Mitte des 18. Jahrhunderts eingerissen wurde. Das neue Schloss ist ein Werk des Architekten F.A. Grimm im Stil Ludwig XVI. Auf seinem Gelände befindet sich auch eine Schlosskapelle. Dass Schloss birgt eine reiche Bildersammlung von überwiegend niederländischen Meistern, eine Graphiksammlung und ein Museum mit Exponaten der Wohn und Handwerkskultur des Gebietes Podřevnicko. Alljährlich werden im Schloss Konzerte gegeben im Rahmen des Vizovicer Musiksommers zu Ehren des aus Vizovice gebürtigen Begründers der Vierteltonmusik Alois Hába. Um das Schloss erstreckt sich der Schlosspark angelegt im englischen und französischen Stil mit Gladiatorenstatuen von O. Schweigl. In der Nachbarschaft des Schlosses befindet sich das 1781 gegründete Konvent der barmherzigen Brüder mit einem Spital. Aus wirtschaftlichter Sich ist Vizovice bekannt für seinem Pflaumenanbau und die Verarbeitung der Pflaumen, besonders zu Sliwowitz. Das Schnapsbrennen wird in Vizovice bereits 1603 erwähnt und ein sichtbarer Beweis dafür sind die zahlreichen Brennereinen in der Umgebung. Die industrielle Herstellung ist mit der Marke „Jelínek“ verbunden. Alljährlich im September können Sie den hiesigen Pflaumenschnaps auf dem Volkfest „Trnkobraní“ (Pflaumenlese) verkosten. Ein zweiter berühmter Artikel dieses Gebietes ist das kunstvolle Vizovicer Gebäck, das in hiesigen Familienateliers erzeugt wird.